VERSICHERUNGS-ABC
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Z
INDEXKLAUSEL
ist eine Wertsicherungsklausel in Verträgen. Versicherungsverträge
werden in der Regel gemäß Verbraucherpreisindex (Gebäudeversicherungen
gemäß Baukostenindex) wertangepasst.
In der Lebensversicherung bringt die Indexklausel den Vorteil, dass Wertanpassungen
ohne neuerliche Gesundheitsprüfung der versicherten Person durchgeführt
werden.
INDIREKTER BLITZ
Im Unterschied zum direkten Blitzschlag, der auf die versicherten Sachen
unmittelbar schädigend einwirkt, ist der indirekte Blitz die mittelbare
Auswirkung der atmosphärischen Elektrizität, die zu Schäden
an elektrischen und elektronischen Geräten führt (Überspannung,
Induktion). In der Feuerversicherung sind grundsätzlich nur Schäden
durch direkten Blitzschlag mitversichert. Indirekte Blitzschäden
kann man separat vereinbaren oder eine spezielle ---> Elektronik- oder
E-Geräte Versicherung abschließen, die u.a. auch solche Schäden
übernimmt.
INDIREKTVERSICHERUNG
Form der betrieblichen Lebensversicherung. Das Unternehmen schließt
als Versicherungsnehmer, Prämienzahler und Begünstigter für
den jeweiligen Mitarbeiter als versicherte Person einen Versicherungsvertrag
ab (z.B. für die Abfertigungsansprüche des Mitarbeiters). Den
Erlös erhält im Leistungsfall (Pensionsantritt oder Todesfall)
das Unternehmen, das damit die Ansprüche des Mitarbeiters befriedigt.
INDUSTRIEVERSICHERUNG
umfasst die Versicherung verschiedener industrieller Risiken wie z.B.
Feuer-, Haftpflicht-, Transport-, Betriebsunterbrechungsversicherung.
INKASSO
ist der Einzug von Prämien oder Beiträgen.
INNERE UNRUHEN
Liegen vor, wenn ein Teil eines Volkes die öffentliche Ruhe und Ordnung
durch Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen stört. Meist
sind solche Risiken vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
INSASSENUNFALLVERSICHERUNG
wird als Ergänzung zur Kfz-Versicherung angeboten und bietet Versicherungsschutz
bei Unfällen für die Insassen des versicherten Fahrzeuges unabhängig
vom Verschulden.
Sinnvoll ist eine Insassenunfallversicherung für den Lenker, da dieser
bei selbstverschuldeten Unfällen keine Leistungen erhält. Bei
Unfällen durch höhere Gewalt, wenn der Schuldige nicht festgestellt
werden kann bzw. die Deckungssumme des Unfallverursachers nicht ausreicht,
ist die Insassenunfallversicherung ebenfalls ein wichtiger Schutz.
Versichert werden können Leistungen bei Invalidität, Unfalltod,
ein Taggeld und Unfallkosten.
Man unterscheidet bei der Insassenunfallversicherung zwischen
Pauschalsystem: die Versicherungssumme wird unter allen, zum Zeitpunkt
des Unfalls im Fahrzeug befindlichen Insassen aufgeteilt.
Beim Platzsystem ist jeder Platz des Fahrzeuges mit der gleichen Versicherungssumme
versichert.
INTERESSEWEGFALL
eine Versicherung erlischt, wenn das versicherte Interesse wegfällt
(z.B. bei Totalschaden, Veräußerung einer Sache, Zurücklegung/Entzug
der Gewerbeberechtigung für die versicherte Tätigkeit).
INVALIDITÄT
bedeutet die unfallbedingte dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen
oder geistigen Leistungsfähigkeit. Die Unfallversicherung erbringt
die vereinbarte Leistung (je nach dem -> Invaliditätsgrad), wenn
die Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten
ist und von einem Arzt schriftlich bescheinigt wird.
INVALIDITÄTSGRAD
gibt den Grad der bleibenden Behinderung nach einem Unfall (in Prozentsätzen)
an, der durch völligem Verlust bzw. volle Funktionsuntüchtigkeit
von Körperteilen und Sinnesorganen entsteht. Die Leistung der Unfallversicherung
richtet sich nach dem innerhalb eines Jahres nach Unfall eingetretenen
Invaliditätsgrad (siehe auch ----> Gliedertaxe)
INVESTMENTFONDS
ist Kapital, das von vielen Anlegern veranlagt und von einer Kapitalanlagegesellschaft
nach verschiedenen Veranlagungsgrundsätzen verwaltet und von einer
Depotbank verwahrt wird (Sondervermögen). Je nach Veranlagung unterscheidet
man Geldmarkt-, Aktien-, Renten-, Immobilien-, oder gemischte Fonds. Bei
ausschüttenden Fonds erhalten die Anteilseigner regelmäßig
die Überschüsse aus ihren Anteilen aus Dividenden und/oder Zinsen
ausbezahlt, während bei thesaurierenden Fonds die Überschüsse
wiederveranlagt werden und dadurch im Fondsvermögen bleiben. Investmentfonds
bilden auch die Veranlagungsgrundlage für ----> fondsgebundene
Lebensversicherungen.